INDEX

 

BÜRGERMEISTER

 

SEKRETARIAT

 

ANSPRECHPARTNER

 

 

DOSSIER

 

Torgau

 

Bad Dürrenberg

 


Beelitz 2022: Das Land kommt in seiner Mitte zusammen. Wo bunte Parks eine Brücke bilden zwischen romantischer Altstadt und grüner Natur, wo immer Leben herrscht in den Straßen und offene Arme jeden einschließen - dort gedeiht eine Gartenschau, die ganz Brandenburg zur Zier gereicht. Sie zeigt, dass der ländliche Raum in der Mark pulsiert. "Beelitz? Klar, det kenn' wa vom Spargel", hört man die Besucher sagen, wenn sie am belebten Bahnhof dem Zug entsteigen - und dann sieht man sie staunen: darüber, wie eine alte Ackerbürgerstadt gewachsen ist und nun in voller Blüte steht.

 

Mit dem Spargelshuttle geht es durch bunt bepflanzte und geschmückte Straßen: völlig geräuch- und geruchlos, den der Bus wird - wie alle modernen Fahrzeuge, die für den Besucherverkehr eingesetzt werden - mit Strom betrieben. Zukunft trifft Vergangenheit, als das futuristische Gefährt in die historische Altstadt einbiegt und, vorbei an der altehrwürdigen Kirche, auf die 1789 errichtete Posthalterei zusteuert. Wo einst Goethe, Schiller oder Bach eine Rast einlegten, ist heute der Dreh- und Angelpunkt zwischen Stadt und Landschaft, denn hinter dem repäsentativen Gebäude öffnet sich der Hof hin zur Gartenschau. Doch auch andere Wege führen zum Festgelände: Per Kutsche geht es durch Wiesen, in einem Bogen um die über 1000-jährige Stadt.

 

Mann kann entspannen, tief Luft holen, vielleicht auch ein bisschen seufzen, weil der Blick auf die Alstadt so herrlich unverstellt bis ins Damals reicht. Kindheitserinnerungen werden wach in Anbetracht des bunten Treibens. Am südlichen Stadttor greift kraftvoll das Rad der Wassermühle in die Fluten und erzeugt Strom, der zum Betrieb eines Cafés in dem historischen Gebäude genutzt wird. Von der Terrasse aus kann man beobachten, wie sich die Menschen in Gondeln schwingen, um mit der "Hummelbahn" ihre Kreise über Wiesen, zwischen Tieren, Bäumen und Gräsern, zu ziehen. Doch nicht nur auf diesem Wege kann man reisen: Im Gartenschau-Restaurant startet der Genießer seine kulinarischen Touren durch Brandenburg - mit Spargel, Kartoffel und Kürbis bis hin zu Wild aus heimischen Wäldern oder Aal, Zander und Co. aus dem Seddiner See.

 

Unten im Park, am rekonstruierten Mühlenfließ, wo das "alte" Beelitz zur frischen Wasserlandschaft wird, findet man sich ein. Zwischen Pavillons, Skulpturen, Kleinkunstbühnen und Installationen lässt es sich sich vortrefflich flanieren. Der Spaziergang über Brücken und Wäldchen wird zur Entdeckungsreise, denn viel Geschichte und noch mehr Geschichten werden unterwegs erzählt und zum Leben erweckt: Von den Leinewebern, die einst ihre Tuche auf dem Gras unter der Sonne bleichten, von der Postkutsche, die der Stadt einst Wachstum und namhafte Besucher bescherte. Und natürlich vom Spargel, der neben der Kartoffel das wohl brandenburgischste Gemüse ist.

 

Allerorten tauchen sie ein die Stadt und in die Landesgartenschau: die älteren, jüngeren und ganz kleinen Besucher. Überall stoßen sie auf Neues und Spannendes, auch auf Vertrautes und Typisches - und auf viel Brandenburgisches. Und spätestens wenn der Abend hereinbricht und die Dächer in sanftes Licht getaucht werden, erfreuen Konzerte und Theater im Veranstaltungszentrum am anderen Nieplitzufer Ohr und Auge. Leichtigkeit, Kreativität und die Liebe zur Heimat schaffen eine ganz eigene Atmosphäre - und das Gefühl, als Gast des Beelitzer Gartenfestes die wohl schönsten Seiten des ganzen Landes gesehen zu haben.

 

Text © Vorwort
Bewerbung für die Brandenburgische
Landesgartenschau 2022
Spargelstadt Beelitz

Oktober 2017