Wie Familie Schmidt zur Gartenschau findet

Die Fahnen am Tor zur Beelitzer Altstadt zeigen es bereits: Das Image-Motiv für die Landesgartenschau 2022. In Großbuchstaben, mit leuchtenden Farben und einprägsamen Formen zwischen Blume, Kirchturm und Spargel wird für jenes Ereignis geworben, welches das Leben in der Stadt und der gesamten Region in drei Jahren bestimmen wird. Dabei wird es nicht bleiben: Auf Großplakaten überall in Berlin und Brandenburg, auf anderthalb Millionen Flyern, im Internet, der Presse und überall dort, wo potenzielle Gartenschaubesucher zusammenkommen, soll die Werbetrommel gerührt werden.

Das Marketingkonzept für die Laga ist jetzt erstmals im Hauptausschuss vorgestellt worden. Erarbeitet hat es die Berliner Werbeagentur „Runze & Casper“, die bereits an sieben Gartenschauen überall in Deutschland mitgearbeitet hat - und die Stadt Beelitz seit 2015 begleitet. „Die Kampagne entwickelt Dominanz im positiven Sinne und erinnert potenzielle Besucher permanent an die Landesgartenschau“, erläuterte Andreas Runze. Die typischen Gartenschaubesucher, die damit erreicht werden sollen, seien Paare, aber auch Familien mit Kindern, Schulklassen und Reisegruppen. Die meisten würden als Tagesausflügler kommen – und ihren Besuch deshalb spontan planen und vom Wetter abhängig machen. Und so erläuterte er am Beispiel der fiktiven Familie Schmidt aus Berlin Steglitz, wie diese immer wieder mit der Beelitzer Gartenschau in Berührung kommt, bis sie sich schließlich entscheidet, „sich das mal anzuschauen“.

Insgesamt 450 000 Besuche sind eines der Ziele der Landesgartenschau in Beelitz. Dass das nicht zu hoch gegriffen ist, dafür sprechen neben der Laga selbst auch die vielen weiteren Marken, welche sich mit Beelitz verbinden und positive Assoziationen hervorrufen: Der Spargel, die Beelitzer Heilstätten, das Spargelfest und die Beelitzer Festspiele – aus Marketingsicht ein Riesenvorteil, wie Runze betonte.

Die Themen, welche bei der Beelitzer Gartenschau im Mittelpunkt stehen, seien so auch noch nicht in Brandenburg dagewesen, hieß es: Kulinarik, Gesundheit und Wohlbefinden – eine Kombination, die besonders gut zu Beelitz passen würden, unterstrich Bürgermeister Bernhard Knuth und verwies auf den Spargel, die Erd- und Heidelbeeren und die Kürbisse sowie viele andere Erzeugnisse, die hier produziert werden. Schon jetzt würden viele Menschen genau das mit der Stadt verbinden – ein Effekt, der durch die Gartenschau noch gefestigt werden kann. „Nachhaltigkeit ist das A und O – sowohl was das Image der Stadt angeht als auch die baulichen Entwicklungen vom Festspielareal bis zur Wassermühle“, so Knuth. „Wir schaffen in jeder Hinsicht etwas Bleibendes.“ 

Und auch andere Besonderheiten dürften selbst den routiniertesten Gartenschaubesucher in Beelitz staunen lassen: Zum einen wird das die Hallenschau in der Stadtpfarrkirche sein, mitten im Herzen von Beelitz. Die soll bereits 16 Tage vor der Gartenschau selbst eröffnet werden und so noch einmal ein Mehr an Aufmerksamkeit schaffen. Zum anderen ist es die Einbindung der Ortsteile und der Spargelhöfe, die sich nicht nur auf dem Kerngelände präsentieren werden, sondern – wie auch die Heilstätten und andere touristische Ziele - mit dem Spargelexpress für die Laga-Gäste erreichbar werden.

„Die erfolgreiche Entwicklung von Lebensqualität und Tourismus im Ländlichen Raum zeichnet Beelitz aus – und dafür steht auch die Laga“, sagt auch Michael Steinland, künftiger Geschäftsführer der Gartenschau Beelitz-Gesellschaft. Außerdem werde hier die Balance zwischen prägenden Traditionen und zentralen Zukunftsthemen charmant und facettenreich inszeniert. Dadurch werde die Beelitzer Gartenschau in drei Jahren „Brandenburgs Bühne für vielfältigen Genuss sowie angenehmes und gesundes Leben auf dem Land“.

 
Thomas Lähns / 06.09.2019
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