Ein Dorf am Bahnhof für Beelitzer Kinder

nachdem sich ein Investor für den Umbau der einstigen Bahngebäude in der Brücker Straße zur Kita gefunden hat, läuft jetzt das Bauantragsverfahren. Derzeit ist die Stadt in Abstimmung mit dem Landkreis, sobald die Genehmigung erteilt ist, kann mit den Arbeiten begonnen werden. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat als Aufgabenträger der Kita-Betreuung den Standort am Stadtbahnhof bereits in die Bedarfsplanung aufgenommen.

Federführend bei dem Projekt ist ein Berliner Bauträger, der das Vorhaben zusammen mit der KW Development-Gesellschaft, die seit einiger Zeit auch den C-Quadranten in Heilstätten zum Wohnquartier entwickelt, umsetzen will.

„Mit dem Umbau und der Erweiterung der Gebäude am Bahnhof sollen rund hundert neue Betreuungsplätze geschaffen werden“, kündigt Bürgermeister Bernhard Knuth an. Damit soll der weiterhin bestehende Platzbedarf in den Kitas der Stadt gedeckt werden. Neben der Erweiterung der Kita Am Park in diesem Bereich wird derzeit die Fichtenwalder Kita „Borstel“ vergrößert, und auch in der Beelitzer Naturkita „Sonnenschein“ sollen zusätzliche Plätze geschaffen werden.

 

Dass die Plätze auch langfristig gebraucht werden, zeigen die aktuellen Geburtenzahlen: Allein in der ersten Jahreshälfte 2019 sind 45 Kinder geboren worden und auch der anhaltende Zuzug von Familien sorgt für Nachwuchs in Beelitz. „Für all unsere Kinder in Beelitz möchten wir ein gutes Umfeld in den Tagesstätten schaffen“, sagt auch Antje Lempke, im Rathaus zuständig für Kitas und Schulen. Die Planungen für die Kita am Bahnhof würden diesem Ansinnen besonders gerecht werden.

Die Entwürfe sehen so etwas wie ein überdachtes kleines Dorf für Kinder vor: „Wir haben ein eingeschossiges Pavillon-System entworfen, in welches die zu erhaltenden Bahngebäude integriert werden können“, erläutert Planer Jens Ruhe vom Berliner Büro „a53 Architekten“, das bereits mehrere Tagesstätten in Berlin, aber auch die Kita am Filmpark in Potsdam Babelsberg geplant hat.

In Beelitz werden die Krippenkinder in drei Häuschen untergebracht, jedes verfügt über einen größeren Gruppen-, einen Nebenraum sowie Garderobe und Sanitärbereich. Direkt angeschlossen an jedes Häuschen ist ein lärmgeschützter „Gartenhof“.

 

Die drei Bestandsgebäude sollen laut den Entwürfen ebenfalls genutzt werden: Die vorderen in erster Linie als Wirtschafts– und Verwaltungsgebäude mit Besprechungsraum und Personal-WC‘s, beziehungsweise als Küche und Lager,  das größere hintere Gebäude für die Betreuung der größeren Kinder in drei Gruppenräumen. Auch der nötige Sport– und Bewegungsraum hätte hier Platz. „Rückgrat ist die Spielstraße, welche alle Gebäude miteinander verbindet“, so der Architekt weiter.

Während der Komplex im hinteren nördlichen Bereich direkt an die Freiflächen am Fuße des Wasserturmhügels anschließt, soll im vorderen Bereich des Geländes auch eine Caféteria entstehen die, baulich mit dem Ensemble verbunden, als runder und farbenfroher Bau mit großen Fenstern geplant ist.             

Thomas Lähns
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